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Greifbare Physik

(Berühren für Vorschau)

Der Physik-LK, begleitet von Herrn Natus und Frau Baumhoff, reist zum CERN, dem Conseil européen pour la recherche nucléaire, in die Schweiz. Am CERN, bekannt für den Teilchenbeschleuniger, lernte der Physik-LK die Welt in Partikeln und Quanten kennen.

von Finn Henninghaus, Levi Lauterbach und Lukas Linnebank (Q2):

„Die gute Nachricht vorab: Wir können fahren – und zwar schon morgen.“

Und so begann die lange Reise zum CERN – wegen des Bahnstreiks zwar mit einigen Umplanungen, aber schließlich doch früher als geplant.

Am Mittwoch, einem eigentlich normalen Schultag, fuhren wir, begleitet von Frau Baumhoff und Herrn Natus, um 15.36 Uhr am Dortmunder HBF ab, in der Erwartung, Genf und das dort liegende CERN zu erkunden.

Die Hinfahrt verlief reibungslos und nachdem wir unsere Betten bereits bezogen und die eine oder andere Packung Süßigkeiten gegessen hatten, gingen wir mit Vorfreude auf den nächsten Tag ins Bett – obwohl einige von uns – wegen eines Informatik-Projekts – nur etwa 3h schliefen…

Nachdem wir alle von einer Vielzahl an Weckern aus dem wohlverdienten Schlaf gerissen wurden, ging es um 07.15 Uhr zum Frühstück und eine Stunde später bereits mit der Genfer Straßenbahn zum CERN. Dort angelangt konnten wir die Architektur des neuen Besucherzentrums bewundern, die an die unterirdischen Röhren des „Large Hadron Collider“ angelehnt ist.

Die erste von drei Ausstellungen thematisierte die vielfältige Arbeit im CERN, wie beispielsweise die Beschleunigung und das Aufeinanderschießen von Teilchen, was 100 Meter unter unseren Füßen im 27 Kilometer langen „Large Hadron Collider“ passierte. Besonders die interaktive Art und Weise, wie die Ausstellung den Besuchern – uns eingeschlossen – die Funktionsweise und die Hintergründe der Forschungsanlage und Gerätschaften nahebrachte, fanden wir sehr beeindruckend. So konnten beispielsweise viele Elemente in Form von Miniaturaufbauten spielerisch nachempfunden werden. Für viele Aspekte, die uns in der Theorie bereits aus dem Unterricht bekannt waren, lernten wir so die Praxisanwendung und die technische Realisierung kennen. Auf zahlreichen interaktiven Screens stellten uns zudem Forschende mit ansteckender Begeisterung ihre jeweilige Arbeit vor. Im Großen und Ganzen bekamen wir einen guten Überblick über die Komplexität des Teilchenbeschleunigers und haben erfahren, warum das CERN eines der führenden Forschungszentren der Welt mit einer Vielzahl von Berufsfeldern ist.

Nach einer kurzen Pause im „Big Bang Kaffee“, in welchem einige Franken ausgegeben werden konnten, hatten wir dann die Gelegenheit, uns eine Kunstausstellung des CERN anzusehen. Wir konnten dort beispielsweise einen Tessarakt oder auch verschiedene kreative Zusammensetzungen bewundern. Direkt gegenüber führte uns die Ausstellung in der Zeit zurück durch die Entstehung des Universums fast bis zum Urknall. Auch hierbei wurde wunderbar veranschaulicht, in welchen Forschungsbereichen das CERN tätig ist. Dabei war die Entdeckung des Higgs-Bosons im Jahr 2012 und seine Bedeutung für die Forschung ein zentraler und spannender Teil der Ausstellung. Zwischen Spaß und Wissen wurde alles Vorstellbare angeboten.

In der dritten und letzen Ausstellung, der Quantenausstellung, haben wir schließlich die Welt des unvorstellbar Kleinen kennengelernt. Ob durch das Spielen von Quantentennis oder -airhockey: wir konnten die Effekte der Unschärfe und des „Quantum-Tunnelings“ modellhaft und interaktiv nachvollziehen. Wir als Physik-LK können sowohl das ganze Fachgebiet der Physik, als auch die Ausstellung, bzw. den Besuch zum CERN sehr empfehlen.

Nachdem wir uns auf dem großen Gelände noch ein wenig umgeschaut hatten und nahmen wir an einer sehr informativen Tour zu zwei bahnbrechenden Maschinen (Synchro-Zyklotron & ATLAS), welche beide die Geschichte der Physik in großem Maße beeinflusst haben, teil. Als Höhepunkt konnten wir tatsächlich einen Blick auf das Rechen-/Steuerzentrum des Teilchenbeschleunigers machen. Den Forschenden und ihrer Arbeit so nahe zu kommen, war noch einmal ein ganz besonderer Moment. An dieser Stelle wurde auch nochmal deutlich, was für uns als LK Ziele sein können – nämlich die Begeisterung für Fortschungsarbeit und die Neugier nach Entdeckung.

Dort endete dann auch unser Besuch im CERN und wir machten uns mit der Straßenbahn auf den Weg zurück in die Genfer Innenstadt. Wieder dort angekommen, wurden wir auch direkt von einer strahlenden Nachmittagssonne und einem wunderschönen Blick auf die Alpen (besonders den herausragenden Mont-Blanc) begrüßt und machten uns gemeinsam auf den Weg zur Erkundung der wunderschönen Stadt. Denn wunderschön ist sie allemal – nicht bloß der Genfer See und die grandiosen Alpen geben der Stadt eine aussergewöhnliche Atmosphäre, sondern auch die alten Gassen und schön beschmückten Häuser machen Genf zu einem attraktiven Reiseziel.

Wir beschlossen mit einem der bekannten Wassertaxiboote über den Genfer See zu fahren, um auf der anderen Seeseite gemeinsam eine gute traditionelle Pizza zu essen. Als die Sonne sich auf dem Wasser spiegelte und der Mont Blanc mit klarem Himmel in der Ferne zu sehen war, verdeutlichte sich die Schönheit der Stadt.

Während des Aufenthaltes im CERN und der damit verbundenen mentalen Anstrengung sind wir sehr hungrig geworden. Wir sprachen über den sehr erfolgreichen Physik LK, lachten und bedankten uns für die tolle Zeit. Nachdem wir bezahlten, hatten wir noch Zeit uns die Stadt Genf anzuschauen. Wir beschlossen die Genfer Kathedrale aufzusuchen und die Aussicht von der Aussichtsplattform zu genießen. Der Besuch lohnte sich und wir alle bewunderten das schöne Gebäude in der stillen und schönen Nacht. Danach hieß es: Abreise vorbereiten! Denn am nächsten Morgen stand bereits die Rückfahrt an. Erschöpft fielen wir im Hostel angekommen, ins Bett und schliefen schnell ein.

Der Wecker klingelte schon um 6.00 Uhr, die Rückfahrt stand an. Von Genf nach Basel über Bern und weiter nach Mannheim, von wo aus der Weg über Frankfurt und Köln schließlich ins altbekannte Dortmund führte. Diese Fahrt war auf jeden Fall ein einmaliges Erlebnis: zum Einen hinsichtlich der Eindrücke, Tätigkeiten und Sehenswürdigkeiten, zum Anderen aber auch mit den Menschen, die den Aufenthalt und die An – und Abfahrt zu etwas Besonderem machten. Ein ganz besonderer Dank gilt dem Förderverein, der Elternpflegschaft und unserer Schulleitung, die mit ihrer Unterstützung diese Fahrt überhaupt erst ermöglicht haben.

Wir können den Physik LK, wie auch eine Fahrt zum CERN jedem als Herz legen, der erfahren möchte, wie unsere Welt im Inneren funktioniert.

 

 

 

 

 

 

 

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