35 Jahre Partnerschaft zwischen dem Mallinckrodt-Gymnasium und der Wellington School in Ayr wollen gebührend gefeiert werden: Die Young Generation, eines der Ensembles der Blasinstrumente des Mallinckrodts, macht sich auf den Weg nach Schottland, um das Jubiläum des Orchesterprojekts zu zelebrieren.
Hier folgt Teil 5 des Reiseberichts unter dem Motto „Bridges of Harmony – Building Future Together“ von Frieda:
Am Sonntag war unser letzter ganzer Tag in Ayr. Zeit, darüber traurig zu sein, blieb jedoch kaum, denn wir steuerten auf das Highlight unserer gesamten Fahrt zu: das Jubiläumskonzert, das wir am Abend in der Wellington School aufführen würden. Bis dahin hatten wir jedoch noch etwas Zeit und konnten einen wunderschönen letzten Vormittag in Ayr verbringen.
Nach dem Frühstück im Savoy Park schauten wir uns zunächst die am Vortag entstandenen und teilweise sehr lustigen Fotos unserer Selfie-Tour in Ayr an. Eine Jury, bestehend aus Mitgliedern unserer Gruppe, bewertete die Bilder nach verschiedensten Kriterien, sodass am Ende drei Siegergruppen gekürt wurden, die sich über einen kleinen Preis – leckere Schokolade – freuen durften.
Anschließend stand uns der restliche Vormittag zur freien Verfügung. Viele nutzten die Zeit, um noch einmal in die Stadt oder an den Strand zu gehen, während andere im Hotel gemeinsam spielten. Auch die ersten – mehr oder weniger erfolgreichen – Aufräumaktionen begannen.

Um 14.30 Uhr wurde es dann ernst: In schwarzer Konzertkleidung und mit unseren Instrumenten im Gepäck fuhr uns unser Busfahrer Peter durch den strömenden Regen zur Schule. In der bereits festlich geschmückten Assembly Hall probten wir ein letztes Mal unsere eigenen Stücke und auch die drei Werke, die wir mit dem Wellington-Orchester gemeinsam spielten – doch was war das? Die Noten des dritten gemeinsamen und auch nicht ganz leichten Stücks „Highland Cathedral“ bekamen wir erst jetzt, kurz vor dem Konzert! Das sorgte zunächst für etwas Aufregung, doch dank der Unterstützung der Schülerinnen und Schüler der Wellington School sowie der drei Dudelsackspieler fanden wir schnell in das Stück hinein.

Nach einem leckeren Pizzasnack im Language Department war es so weit: Um 18.30 Uhr füllte sich die Halle, und wir nahmen unsere Plätze auf der Bühne ein. Gemeinsam eröffneten wir das Konzert mit unserem Stück „Four Scottish Dances“, was erstaunlich gut gelang. Es folgten abwechslungsreiche Beiträge von Solistinnen und Solisten, den Streichern und der Jazzband, darunter auch zwei auf Deutsch gesungene Lieder, sowie unsere eigenen vier Stücke.
Im Laufe des Abends stieg die Stimmung immer weiter an. Am Ende waren viele von uns tief bewegt: Das Ergebnis unserer gemeinsamen Arbeit in dieser vergleichsweise kurzen Zeit war zwar nicht perfekt, aber es auf der Bühne zu erleben und selbst Teil davon zu sein, war für viele ein ganz besonderer Moment. So wurde dieser letzte Abend in Ayr zu einem der schönsten der gesamten Reise, und wir kehrten nach dem Abbau ganz beseelt und glücklich in unsere Hotels zurück.

Zwar fahren wir am nächsten Tag schon wieder nach Hause, doch die vielen Eindrücke, Begegnungen und Erlebnisse nehmen wir mit und werden uns sicher noch lange begleiten.






