Chancen nutzen, Verantwortung lernen

(Berühren für Vorschau)

Künstliche Intelligenz (KI) ist längst kein Zukunftsthema mehr – sie ist fester Bestandteil des Alltags. Ob in Suchmaschinen, Übersetzungsprogrammen oder Bildbearbeitung: KI-Systeme begleiten uns überall und verändern zunehmend auch das Lernen und Arbeiten in der Schule. Genau darüber sprach Herr Koniusch in einem umfangreichen Vortrag, der zu Beginn des Schuljahres zunächst vor dem Kollegium, anschließend vor der Schülerschaft der Jahrgänge 9 bis Q1 – also denjenigen Jahrgangsstufen, die bereits mit iPads ausgestattet sind – und schließlich auch vor der Elternschaft gehalten wurde.

Lernende, Lehrende und Eltern im gemeinsamen Diskurs

Im Mittelpunkt des Vortrags und der sich jeweils anschließenden Diskussion stand die Frage, wie alle am Schulleben und Lernen Beteiligten verantwortungsvoll und lernförderlich mit künstlicher Intelligenz umgehen können. Entscheidend sei, einen zielführenden Umgang damit aktiv zu erlernen – sowohl aus pädagogischer Sicht als auch aus Sicht der Schülerinnen und Schüler und deren Eltern. KI ist zwar ein mächtiges Werkzeug, aber kein Ersatz für selbstständiges, kritisches Denken.

Ausgehend von der neurobiologischen Grundlage, dass sich beim Lernen neue synaptische Verknüpfungen zwischen Nervenzellen im Gehirn bilden, wenn sie mit neuen Inhalten konfrontiert werden, die anschließend geübt, wiederholt und in unterschiedlichen Szenarien angewandt und beurteilt werden, ist die aktive, reflektierte Auseinandersetzung mit anspruchsvollen Unterrichtsinhalten die Voraussetzung für stabile neuronale Netze.

Je mehr das Gehirn mit den neuen Inhalten und Kompetenzen arbeiten muss, desto besser werden sie dort verankert

Besonders eindrücklich waren die Ergebnisse einer aktuellen Studie aus 2025, auf die sich der Vortrag stützte und die die neuronalen Auswirkungen beim Schreiben von Essays untersuchte: Sie gibt Hinweise darauf, dass die Nutzung von KI für das zu erstellende finale Produkt nachteilig sein kann, sofern sich Lernende dauerhaft und ausschließlich auf KI-generierte Lösungen verlassen. Wird das eigene Denken reduziert oder sogar ganz eingestellt, gehen wichtige kognitive Fähigkeiten verloren, sodass die Essays von Oberflächlichkeit und Reproduktion geprägt waren. Im Sinne der Studie zeigte die Gruppe, die ausschließlich ihr eigenes Gehirn und weder KI noch Suchmaschinen ohne KI nutzen durfte, die besten Ergebnisse, was den variablen Umgang und die kritische Auseinandersetzung mit dem zugrundliegenden Themenbereich anbelangte.

Zeitliche Effizienz vs. reflektiertes Verstehen

Damit wird deutlich, dass KI im schulischen Kontext zwar auch eine wertvolle Ressource sein kann, der Umgang damit aber ein schmaler Grat ist. Schülerinnen und Schüler müssen lernen, wann und wie KI sinnvoll eingesetzt werden kann und an welchen Stellen das eigene Denken unverzichtbar bleibt.

Der Vortrag von Herrn Koniusch lieferte dafür wichtige Impulse und sorgte sowohl im Kollegium als auch bei Schülerinnen, Schülern und Eltern für lebhafte Diskussionen. Letztere kamen auf Einladung der Schulpflegschaft für einen weiteren Eltern-Infoabend zusammen (wir berichteten über die Themenkomplexe KI, Social Media und Journalismus sowie Engagement und Demokratie, zu denen bereits zwei dieser Elternabende stattgefunden haben) und sammelte aus eigenen Reihen wertvolle Tipps für den digitalen Lebensbereich, die sie mit in weitere Gremien, unter anderem die Steuergruppe, nehmen wird. In zukünftigen Abenden dieser Art wird das große Thema KI mit Sicherheit wieder eine Rolle spielen und ein fruchtbarer Austausch mit Hinweisen auf den Verein „Smarter Start ab 14“ und das „Schlaumacherbuch“. Alle Anwesenden waren sich einig: „Die Zeit lässt sich nicht zurück drehen. Wichtig ist, einen Weg zu finden, kompetent damit umzugehen.“ Bei Interesse, an diesem Themenkomplex mitzuarbeiten und/oder Expertise einzubringen, können sich Eltern an die Schulpflegschaft wenden (E-Mail »). 

Zusammengefasst wurde deutlich: Die Schule der Zukunft braucht KI-Kompetenzen, aber vor allem die Fähigkeit, bewusst, kritisch und verantwortungsbewusst zu denken. Daran wollen und müssen Lernende, Lehrende und Eltern gemeinschaftlich zielführend arbeiten. 

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